Von Zürich direkt zum Uluru (fast)

07.August 2026

Endlich ging es los. Nach vielen Stunden und Tagen der Vorbereitung war alles erledigt. Am Morgen wurden wir von unserer Kollegin Fränzi zum Flughafen gebracht und die lange geplante und vorbereitete Reise konnte beginnen.

Dank einem Gepäcklimit von je 35 kg hatten wir keine Bedenken und die Gepäckabgabe klappte völlig reibungslos. SIN und SYD standen auf dem Kleber am Griff unseres Koffers. Cool, aber wir dachten auch: Wenn das mal gut geht und der übermorgen am anderen Ende der Welt auf dem Gepäckband liegt. Ein nicht angekommener Koffer ist so das worst-case Szenario auf einem Roadtrip, weil man ja nicht weiss wo einen der Koffer dann wieder einholt. Aber ist uns zum Glück noch nie passiert.

Nach einem kurzem Schock wegen der langen Schlange an der Sicherheitskontrolle, löste sich diese aber schnell auf und innerhalb von fünzehn Minuten waren wir durch.

Die restliche Wartezeit ging dann auch relativ schnell rum und wir waren bereit zum Einsteigen. Das erste mal eine lange Reise mit Umsteigen und das auf gleich drei Flügen fast hintereinander. Aber wenigstens kam die längste Strecke grad am Anfang. Von Zürich nach Singapur mit Singapore Airlines. Gute 12 Stunden geplante Flugdauer. Wir hatten uns Premium Economy gegönnt, so dass wir etwas mehr Platz hatten.

Es gab relativ schnell Abendessen, etwas komisch wenn man um kurz vor zwölf einsteigt, aber das war natürlich der erste Schritt zur Zeitangleichung.

Der Flug war insgesamt sehr ruhig, natürlich lang, aber durch den zusätzlichen Platz aushaltbar. Das Essen hatten wir uns vorher online aus einer grossen Auswahl ausgesucht und es schmeckte wirklich sehr gut.

In Singapur

08.August 2026

Pünktlich landeten wir in Singapur am Changi Airport. Die ersten Eindrücke waren schon ein bisschen überwältigend. Überall sieht man grüne Pflanzen und farbige Blumen, vor allem Orchideen. Da kommt man gerne an. Die Passkontrolle ging dann auch sehr schnell und fand nur automatisiert statt und schon waren wir in Singapur, zumindest im Airport. Jetzt mussten wir nur noch vom Terminal 2 zum Terminal 3 kommen, wo wir in einem Hotel einen Dayroom gebucht haben, in dem wir 8 Stunden unseres 14-stündigen Aufenthalts verbringen. Wir hätten zwar auch schneller weiter fliegen können, aber das wäre für uns anstrengender gewesen und wir wären dann irgendwann am späten Abend in Sydney gelandet.

Dann ging erstmal nicht mehr viel und wir haben ein paar Stunden geschlafen. Ich ein bisschen besser, Corin nicht ganz so gut, aber relaxen konnten wir beide und die Batterien etwas auffrischen. Nach einem kurzen Sprung in den Hotelpool, waren die acht Stunden auch schon vorbei. Wir wollten uns aber eh noch The Jewel anschauen.

Der Tower und The Jewel von aussen

Das erste was uns auffiel, war die Unmenge an Menschen. Ok es war Samstag und viele Singapurer verbrachten wohl den Nachmittag dort mit Shoppen und Sightseeing. Das Klima war sehr angenehm im Gegensatz zu den sehr schwülen über 30 Grad draussen. Das Herzstück, der Wasserfall ist allgegenwärtig und man kann ihn aus jeder Etage aus jedem Winkel betrachten. Dadurch dass es so viele Zugangspunkte gibt, ist es auch nirgends sonderlich voll, ausser vielleicht dort wo die Eingänge am nächsten sind.

The Jewel ist wirklich grossartig gemacht. Unmengen an Foodständen und Restaurants, dann wieder riesige Stores bekannter Marken wie Apple, Nike, Adidas und On. Shoppen lag aber natürlich nicht drin, denn wir mussten weiter zu unserer nächsten Etappe nach Sydney. Der Achtstunden Flug von Singapur nach Sydney sollte um 20:40 starten (um 6:30 Uhr morgens waren wir gelandet). Das erste mal konnten wir mit dem riesigen A380 fliegen. Von der Grösse kriegt man aber beim Fliegen nicht viel mit. Von den anderen 400 Passagieren sieht man durch die vielen Eingänge und abgetrennten Kabinen fast gar nichts.

Die 8 Stunden nach Sydney vergingen ganz zügig. Wir haben versucht ein bisschen zu schlafen, ich wieder ein bisschen erfolgreicher als Corin, aber ausgeruht kommt man dann schon nicht in Sydney an. Aber doch fitter als ich vorher dachte. Die Laune hebt sich dann auch gleich noch etwas mehr, wenn man auf freundliche Australier trifft. Nachdem wir die Border Control souverän gemeistert hatten und nichts zeigen mussten (wir haben auch kein Gramm Schmutz an unseren Schuhen gelassen), fanden wir schnell den Weg zum Domestic Terminal, Ach ja, unsere Koffer waren auch angekommen, obwohl meiner es spannend gemacht hat und ziemlich zum Schluss kam.

Kaum abgeholt mussten wir sie dann wieder einchecken und die nette Frau am Schalter drängte mich dann schon fast, doch noch 3 Kilo aus meinem Koffer ins Handgepäck zu packen, damit wir kein Übergepäck zahlen mussten. Mit den 64 australischen Dollar (ca. 36 Franken) hatte ich mich eigentlich schon abgefunden, da auch unser Handgepäck am Limit war. Aber das spielte keine Rolle und sie freute sich sehr, dass sie uns nichts verrechnen musste. Ich auch!

Mit einem Bus ging es dann zum Terminal, von dem die Inlandsflüge abgehen. Dort hatten wir noch Zeit für ein Frühstück und Kaffee. Dort verpflegte sich auch eine Rugby Mannschaft. Das waren alles ziemlich kräftige Kerle. Ich fand raus, dass das tatsächlich eine Profimannschaft der National Rugby League war. In Brisbane werden wir uns dann auch ein Spiel anschauen.

Der Flug nach Ayers Rock war dann etwas unangenehmer. Wir flogen von den 3.5 Stunden die ersten 2 Stunden immer nur in den Wolken, man sah also gar nichts und es schüttelte auch immer mal wieder kräftig. Irgendwann lösten sich die Wolken aber auf und wir konnten den Ausblick auf das Outback geniessen. Das ist schon sehr eindrucksvoll, diese gigantische Weite. Nur durchzogen von ein paar Staubpisten.

Und dann hatten wir tatsächlich Glück und sassen auf der richtigen Seite. Plötzlich tauchte der riesige Uluru auf. Er ist schon beeindruckend. Ein gigantischer Klotz in einer komplett flachen Landschaft.

Kurz danach schlugen wir dann auf der Piste am Ayers Rock mit einer ziemlich harten Landung auf. Geschafft! Alles hatte geklappt, die Koffer waren schnell da und auch das Auto konnten wir sehr schnell abholen. Der Flughafen ist ja auch sehr klein und unseres war das einzige Flugzeug dort. Wir merkten auch sofort, dass hier grade Winter ist. Nichts mit Hitze, 13 Grad und ein kühler Wind, fühlen sich nach der Hitze in der Schweiz ziemlich kühl an.

Die Fahrt zum Hotel dauerte dann nur ein paar Minuten. Ein bisschen diskutieren mussten wir noch wegen unseres Zimmers. Erdgeschoss wollten wir nicht und ich fand wenn man im Januar gebucht hat und das extra dazu schreibt, dann wäre es ja schon schön, wenn es klappen würde. Tat es dann auch und wir konnten endlich unser Zimmer beziehen. Aber es war ja erst früher Nachmittag und jetzt hinlegen wäre das Schlimmste. Daher ging es noch in den kleinen Supermarkt des Resort um das Nötigste für die nächsten drei Tage einzukaufen. Ein bisschen erschraken wir wegen der Preise. 6 Dollar (3.50 Franken) für eine 0.5 Liter Flasche Wasser? Klar es muss natürlich alles von weit her herbei geschafft werden und für zwei Tage wird das schon gehen.

Schöner Pool, aber bei max. 13 °C und Nachtfrost…

Auf der Wiese vor dem sogenannten Town Square, einem Platz mit mehreren Läden ringsum, sahen wir dann auch die ersten Aborigines. Sie sassen dort in Gruppen und verkauften ihre selbstgemalten Bilder.

Was es im Supermarkt nicht gab war Alkohol. Dafür mussten wir zum Outback Hotel fahren, wo es einen Bottle Shop gibt. Einfach eine Bar, an der man auch Alkohol zum mitnehmen kaufen konnte. Aber einfach mal für ein paar Tage eindecken geht hier auch nicht. Man muss seinen Ausweis zeigen, eine Zimmerkarte als Nachweis dass man im Resort wohnt (wo auch sonst?) und der Name wird in eine Liste eingetragen. Dann darf pro Person eine Flasche Wein oder ein Six Pack Bier pro Tag gekauft werden.

Der Uluru

Damit aber noch nicht genug. Wir haben hier drei Abende zur Verfügung und für die beiden anderen hatten wir bereits etwas gebucht. Daher war dieser erste Abend für den Sonnenuntergang eingeplant. So fuhren wir dann rechtzeitig um halb 6 los. Der Weg ist nicht sehr weit, so dass wir nur 15 Minuten brauchten. Ein bisschen überrascht waren wir, dass es plötzlich einen Eingang zum Nationalpark gab. Das wir einen Pass brauchten, das wussten wir und hatten ihn entsprechend bereits von zu Hause aus gekauft. Zum Glück hatten wir ihn auch aufs Handy geladen, so dass wir schnell den QR Code fanden und durchfahren konnten.

Es gibt extra einen Sunset View Parkplatz, auf dem auch schon einiges los war. Wir fanden aber problemlos noch einen Parkplatz und ich konnte mein kleines Stativ an einer guten Stelle aufstellen.

Der Uluru bei vollem Sonnenlicht

Wir hatten Glück, dass das Wetter super und keine Wolke am Himmel zu sehen war. Auch wenn das hier die Regel und nicht die Ausnahme ist, hatte es am Tag vorher doch geregnet. Allerdings wurde es mit der untergehenden Sonne auch schnell kühler und wir waren froh, dass wir gut vorbereitet und angezogen waren. Mützen und Handschuhe hatten wir allerdings im Hotel gelassen. Es ging auch ohne, aber geschadet hätten sie nicht. Im Laufe der nächsten Minuten änderte sich dann die Farbe und die Struktur des Uluru immer mehr und es war sehr faszinierend das zu beobachten.

Bei vollem Sonnenlicht
Kurz vor dem Sonnenuntergang
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Aber auch der Blick auf die andere Seite hat sich gelohnt, da die Wüste in tolle Farben getaucht war. Ein insgesamt faszinierendes Spektakel. Man hat ja immer Erwartungen und Vorfreude und ist dann manchmal enttäuscht, wenn es nicht so ist. Hier muss man aber sagen, dass der Sonnenuntergang am Uluru wirklich wunderschön und sehr eindrücklich war.

Durchgefroren und müde, aber zufrieden fuhren wir zurück ins Resort. Es war jetzt halb 8 und wir hatten Glück, dass wir vor dem grossen Ansturm im Restaurant ankamen. Es gibt hier halt keine grosse Auswahl und alle Touristen müssen in einem der Restaurants essen. Bei der Planung war uns klar, dass wir wohl ziemlich kaputt sein würden, deshalb hatten wir nichts reserviert und wollten nur in einer Art Burger Restaurant essen gehen. Das war das Mangata Bar & Grill. Mein Chicken Burger und Corins Ceasars Salad waren gut und es ging relativ schnell. Das war es dann aber auch für den Tag. Ich liess ihn mit einem Bier und den ersten Zeilen und Bilder für diese Website ausklingen, während Corin, die auf der Reise viel weniger Schlaf hatte, sehr schnell einschlief.

6 Kommentare

  1. Hoi zäme
    Es ist sehr schön, dass wir auf dieser Webseite, fast mit euch nach Australien dürfen. 😃Wir freuen uns eure Reiseberichte zu lesen und sind total begeistert.
    Wünschen euch eine sehr schöne Reise. Liebe Grüsse Weber Family

  2. Schön daß auf dem Flug alles geklappt hat und ihr gut angekommen seid. Ihr habt ja auch gleich ein hartes Programm. Bei uns werden Erinnerungen wach und ich bekomme schon wieder ein bisschen Fernweh. Schlaft erst einmal gründlich aus, die Zeitumstellung dauert. Wie ist es mit den fliegen?,

    • Ja wir sind auch froh, dass alles reibungslos geklappt hat. Am Uluru waren nur sehr vereinzelt mal ein zwei Fliegen. Heute waren es ein paar mehr, aber noch nicht so dass man zwingend ein Netz gebraucht hätte. Ein paar hatten aber auch schon eins an. Die Zeitumstellung haben wir komischerweise sehr gut verkraftet und schlafen die Nächte durch. VIel Spass beim weiteren lesen.

  3. ihr seid ja super gestartet mit einem absoluten Höhepunkt. den Uluru so geniessen zu können ist sicher sehr speziell. Weiterhin gute Fahrt

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