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Es geht nach Rockhampton
23. August 2026
Jetzt hiess es weiter Richtung Süden. In nächsten beiden Tage standen jeweils viele Kilometer an und deshalb wollten wir früh los. Ursprünglich hatten wir geplant die Capricorn Caves bei Rockhampton zu besuchen. Kurzfristig haben wir uns dann aber umentschieden für eine Führung in der Sarina Sugar Shed. Wir wussten, dass es um 09:30 Uhr eine Führung geben würde und mussten die 90 km bis dahin schaffen. Das klappte auch problemlos und wir konnten in Sarina auch noch einen Kaffee holen.

Dann ging es in die Sugar Shed. Ein kleiner Fabrikladen, in dem man viele Produkte kaufen konnten die mit Zucker hergestellt sind. Es gab Schokolade, Saucen, Getränke etc. Wir buchten unsere Tour für 09:30 Uhr und waren gespannt. Hinter dem Laden stand eine grosse Zuckeraffinierie, von denen wir jetzt schon viele gesehen hatten. Wir sahen auch die Wagen der Cane Rail, die uns seit einigen Tagen immer begleitet haben.

Die Tour ging zwar nicht durch die Fabrik, aber wir lernten wie aus Zuckerrohr letztendlich Zucker hergestellt wird. Anhand von Miniaturmaschinen erklärte uns die Leiterin wie das Zuckerrohr gespalten und ausgepresst wird. Nach jedem Schritt durften wir das Produkt probieren.

Zuckerrohr in drei Versionen: Als Pflanze, als Stengel und die Fasern in der Mitte, die bereits süss schmecken.





Nach den Zuckerrohrfasern durften wir dann den grade ausgepressten Saft probieren. Den kann man nur direkt nach dem Auspressen trinken, da er an der Luft innerhalb weniger Minuten verdirbt.


Das ganze wird dann mehrfach gereinigt und getrennt. Dabei entsteht auch Melasse, die wir dann auch noch probiert haben. Da hatte der Zuckersaft aber deutlich besser geschmeckt. Das ganze wird dann noch als Rohprodukt in eine andere Fabrik gebracht, die nochmals mehrfach reinigt und das ganze dann als fertigen Zucker verteibt. Das war eine sehr interessante Fürhung. Wir haben auch erfahren, dass Zuckerrohr 12 Monate braucht um zu wachsen und dann geschnitten wird wenn der Zuckergehalt am höchsten ist. Da es eine Art Gras ist, wächst es immer wieder nach, allerdings sinkt der Zuckergehalt jedes mal und damit auch der Wert. Die Farmer werden nach Menge und Zuckergehalt bezahlt und im Durchschnitt können sie es 7 bis 8 mal nachwachsen lassen und müssen dann neu anpflanzen. Zum Abschluss der Führung konnten wir noch verschiedene Dips, Marmeladen und Liköre probieren und es gab noch eine Zuckerwatte.


Danach fuhren wir die lange Strecke nach Rockhampton auf dem Bruce Highway. Es gab nicht viele Highlights auf der Strecke und wir vertrieben uns die Zeit mit Kreuzworträtseln. In Rockhampton angekommen füllten wir erstmal Getränke und Vorräte auf und checkten dann in unserem Hotel, dem Quest ein. Ein unspäktakuläres Standardhotel. Zum Sonnenuntergang fuhren wir dann auf den Mount Archer, der über 600m hoch ist und einen tollen Blick auf die Stadt bietet.





Rockhampton ist als die Rinderhauptstadt Australiens bekannt, da von hier aus das Rindfleisch exportiert wird. Früher wurden die Rinderherden hier her transportiert und verschifft. Daher sollte man hier auch ein gutes Steak probieren. Wir hatten uns ein Restaurant in der Nähe unseres Hotel ausgesucht und ich muss sagen, dass Filet war wirklich sehr gut.
Als wir die Strasse zum Restaurant langgingen, gab es wieder ein riesiges Gekreische und wir konnten erkennen, dass mehrere Bäume voller Kakadus waren. Sie sassen immer schön zu zweit da und bereiteten sich zum Schlafen vor. Einige hatten schon ihre Ruhe gefunden, anderen flatterten noch aufgeregt hin und her. Ein schönes Schauspiel. Gegessen haben wir dann im The Bush Inn, einer Art Pub und Steakhaus.







Die Quay Street ist bekannt für ihre alten und schönen Häuser.
Weiter geht’s nach Hervey Bay
24. August 2026


Von der Geschichte Rockhamptons haben wir leider nicht viel mitbekommen, da es für uns wirklich nur eine Durchgangstation war und einfach günstig auf der halben Strecke von Cape Hillsborough nach Hervey Bay lag. Aber am morgen haben wir uns dann wenigstens noch den historischen Bahnhof von aussen angeschaut, bevor es zum Frühstück in eine Art Bäckerei mit Drive Thru ging. Wir haben aber lieber gemütlich drinnen gegessen und einen Kaffee getrunken.
Nach dieser Stärkung hies es auch heute Kilometer machen. Immer auf dem Bruce Highway, bis zu unserer Zwischenstation Bundaberg.
Dabei fiel uns der Pickup vor uns auf mit dem Hund auf der Ladefläche, der da einfach rumlaufen konnte wie er wollte. Das er nicht springen sollte wusste er aber.
Auch wenn wir dort nicht durchfuhren, seien hier die Schilder zum Ort 1770 erwähnt. Der Ort ist weltweit einer der ganz wenigen die eine Zahl als Namen haben und auch auf Strassenschildern so stehen. Auf einigen stand 1770 auf andern Seventeen Seventy



In Bundaberg angekommen ging es zuerst in die Bundaberg Brewery. Hier werden die bekannten Bundaberg Limonaden hergestellt. Die gibt es auch in der Schweiz zu kaufen und wir trinken sie wirklich gern, wenn auch immer mit einem leicht schlechten Gewissen, da sie ja aus Australien kommen und nicht sehr ökologisch um die halbe Welt reisen. Ausserdem gibt es bei uns nur drei oder vier Sorten. So machten wir gerne an einer Verkostung mit, bei der man alle 15 Sorten die im Moment produziert werden probieren konnte.





Am Ende der Verkostung durften wir uns jeder 6 Flaschen aussuchen. Da fiel die Wahl schwer und wir nahmen natürlich nur Sorten, die es bei uns nicht gibt. Die Limonade wird inzwischen in fast 70 Länder weltweit exportiert und es war cool hier an dem Ursprungsort zu stehen und auch die Geschichte zu lesen. Die Fabrik wurde in den 60er Jahren gegründet und ist seitdem in Familienbesitz.


Neben der Limonade ist Bundaberg noch für ein zweites Getränk bekannt, nämlich den Rum. Wir sind immernoch im Zuckerrohr Gebiet und ein Abfallprodukt der Zuckerrohrproduktion, die Melasse, wird zur Rumherstellung benötigt. Die Bundaberg Rum Distellery liegt daher direkt neben einer Zuckerfabrik.


Auch dort haben wir uns für eine Führung angemeldet, die zweite zum Thema Zuckerrohr innerhalb von zwei Tagen. Leider mussten wir alle elektronischen Geräte wie Handys, Uhr und sogar Autoschlüssel vorher abgeben.



Die Führung ging dafür durch die tatsächliche Produktion. Wir erfuhren, dass die Melasse durch unterirdische Leitungen direkt in die Fabrik kommt. Da Zuckerrohr nur während 6 Monaten in der angeschlossenen Fabrik verarbeitet wird, haben sie riesige Melassetanks, in denen sie die Menge mehrerer olympischer Schwimmbecken voll Melasse lagern können. Wir sahen die riesigen Kessel in denen aus dem Rohmaterial dann Rum gemacht wird. Der klare Rum wird dann in grosse Eichenfässer gefüllt und mindestens zwei Jahre gelagert, wodurch er seine typische braune Farbe bekommt.

Am Ende durften wir uns jeder noch zwei Sorten aussuchen und jeweils einen Shot davon probieren. So konnte ich den Rum den ich mir mit nach Hause nehme vorher noch probieren.
Corin mochte den reinen Rum nicht so, fand aber die Liköre sehr gut.



Jetzt aber weiter nach Hervey Bay. Weit war es nicht mehr und wir wollte mal wieder im hellen ankommen, das heisst vor 17:30 Uhr.

Wir fuhren jetzt an endlosen Feldern mit neu gepflanzten Bäumen vorbei. Später sahen wir diese Felder auch mit älteren, grösseren Bäumen. Das sind gemäss Gemini Macadamia Plantagen. Und Bundaberg ist die Hauptregion für den Anbau dieser Nüsse, die wir auch sehr gern essen.

Dann stoppten wir noch an einem kleinen Stand am Strassenrand. Eigentlich wollte ich ja nur einen Kaffee, aber dann reizte mich der angepriesene Erdbeermilchshake auch noch. Die Betreiberin des Standes machte den da persönlich von Hand ganz frisch und er schmeckte wirklich sehr lecker.

Jetzt aber schnell weiter dachten wir. Allerdings wurden wir jetzt wieder aufgehalten. Allerdings freuten wir uns sehr darüber. Corin sah etwas auf der Wiese stehen und dachte zuerst es seien Rehe, weil es so aussah wie die Rehe bei uns. Aber Rehe gibt es hier nicht und bei genauerem Hinsehen waren es Kängurus. Endlich sahen wir mal richtige Kängurus. Nichs gegen die kleinen Wallabys bisher. Aber so ein paar grosse Kängurus wollten wir auch sehen. Und da standen sie direkt vor uns auf der Wiese. Also wieder abbiegen, eine gute Position suchen und Fotos machen.
Nach dem wir dann weiter Richtung Hervey Bay fuhren, sahen wir immer wieder welche auf den Wiesen stehen. Einmal spang sogar eins direkt vor unserem Auto durch. Da hatten wir wieder mal grosses Glück.

So setzte doch schon die Dämmerung ein als wir in Hervey Bay ankamen. Hier hatten wir ein Appartement in einem Haus direkt in erstes Linie zum Strand gebucht. Es stellte sich wieder als eine traumhaft moderne und grosszügige Wohnung raus. Mit einem riesigen Balkon und einem beheizten Pool im Garten. Und bezahlt haben wir für die Luxuswohnung nur wenig mehr als für die nicht so tolle Cabin in Cape Hillsborough und sogar weniger als für das Standard Hotelzimmer in Rockhampton. Wir freuten uns sehr, dass wir hier drei Nächte bleiben würden.



Zum Abendessen gingen wir dann in das nur wenig entfernte Strandrestaurant Enzos on the beach. Das lag wirklich am Beach. Wir sassen keine 10m vom Ufer weg. Auch wenn es dunkel war, sah und hörte man die Wellen. Ich nahm den “Catch of the day”, den Red Snapper, der sehr gut schmeckte und für Corin gab es Fisch und Chips









Hallo ihr Lieben, ich hatte mich schon gewundert, wann ihr den Abschnitt ” Kilometer machen” einbaut. Bis Sydney ist es ja noch ein ganzes Stück. Gut, dass ihr trotzdem die Chancen des Weges nutzt. Die Zuckerfabriken und Rum Destillerien in Bundaberg haben wir auf dem Weg nach 1770 ausgelassen. Die Stadt selbst bietet wohl auch nicht viel. Falls ihr selber kochen oder braten könnt, Am Hafen von Hervey Bay gab es frischen Fisch vom Kutter (Genossenschaftsstore) zu. kaufen. Wir hatten Haisteak.
Noch viel Spaß und tolle Erlebnisse.
Liebe Grüße
Ja in Bundaberg haben wir nur die beiden “Getränkefabriken” besichtigt. Fisch haben wir auch gegessen, aber im Restaurant. Baramundi und Red Snapper.