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Kuranda
13. August 2026
Heute stand unsere erste Ganztagestour an. Von Cairns aus sollte es nach Kuranda gehen. Normalerweise kann man die Strecke auf einem Weg mit einer historischen Bahn und auf dem anderen Weg mit einer Seilbahn über den Regenwald machen. Leider war die Seilbahn grad in Revision und so haben wir die Kuranda Deluxe Tour, mit Bustransfer zurück, von der Schweiz aus schon gebucht. Abholung war gegen 7 vor dem Hotel und da wir eine Nespresso Maschine im Zimmer hatten, gab es noch einen Kaffee bei schöner Aussicht bevor wir los mussten.


Der Bus kam sehr pünkltich und war schon ziemlich voll. 90% der Tour Teilnehmer waren Asiaten, das wäre ja kein Problem, allerdings reisen die schon ein bisschen anders und es sollte sich rausstellen, dass wir hier mitten im Massentourismus gelandet waren. Aber der Reihe nach. Wir fuhren noch ein paar andere Hotels ab und dann ging es raus zum Bahnhof Freshwater Station. Der ist schön gemacht und ca. 100 Jahre alt. Kuranda ist ein Bergdorf und die Bahn dahin zu bauen war eine grosse Leistung.

Der Bau der Kuranda Scenic Railway begann im Jahr 1886, um die isolierten Gold- und Zinnminen im Hinterland mit der Küstenstadt Cairns zu verbinden. Tausende Arbeiter schlugen die eingleisige Trasse unter extremsten Bedingungen von Hand mit Pickeln, Schaufeln und Dynamit durch den dichten Dschungel. Während dieser gefährlichen Knochenarbeit entstanden 15 handgegrabene Tunnel sowie 37 Brücken, was leider auch viele Menschenleben kostete. Nach fünf Jahren intensiver Bauzeit rollte im Juni 1891 schließlich der erste Passagierzug erfolgreich durch die steile Barron-Schlucht. Heute zählt die spektakuläre Strecke als meisterhafte Ingenieursleistung des 19. Jahrhunderts zu den absoluten Meilensteinen der australischen Eisenbahngeschichte.






Eine halbe Stunde mussten wir noch warten, bis der Zug kam. Wir hatten einen Zettel bekommen, auf dem unser Platz stand und zum Glück war der am Fenster, so dass wir gut Filmen und Fotografieren konnten. Uns gegenüber eine ich denke chinesische Familie, von denen keiner ein Wort englisch sprach. Sie fanden aber alles sehr toll.


Es ging also los in Richtung Kuranda. Wir bekamen eine sehr gute Karte, auf der die Strecke beschrieben wurde und so waren wir auf die schönsten Fotospots vorbereitet und lernten auch einiges über den Bau der Strecke.
Man sieht auf der Karte unten eine fast 180 Grad Kehre, dort konnten wir den langen Zug gut fotografieren.



Immer wieder gabe es schöne Ausblicke in Richtung Küste. Es wurde also nie langweilig. An den Baron Falls war ein kurzer Stopp geplant. Hier war es dann zum ersten mal deutlich dass es um Massentourismus geht. Ein Gedrängel und Geschubse, wenn es um Fotos geht, verstehen sie keinen Spass. Dabei war der Wasserfall praktisch leer und so ging es nach gut 10 MInuten weiter in Richtung Kuranda.





Die Eisanbahnfahrt war wirklich schön und der Höhepunkt des Tages. In Kuranda angekommen, hatten wir eine Stunde Zeit um das Dorf zu erkunden, bevor uns der Bus wieder abholen sollte. Viel zu sehen gab es allerdings nicht. Ein Souvenierladen neben dem anderen und einige Restaurants. Beim Bummeln durch die Läden verging die Zeit aber schnell und wir sassen wieder im Bus. Der brachte uns dann zum Rainforest Center. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt und wir waren zuerst mit Essen dran. Das war inklusive und so war es dann auch. Es gab Rind und Hühnchen und ein bisschen Salat, Reis und asiatische Nudeln. Abgestimmt auf die Zielgruppe. Nicht super schlecht, aber wir wären lieber in einem Restaurant in Kuranda essen gegangen. Es war eine Massenabfertigung bei der man in einer langen Schlange wartete und dann nahm was man wollte. Alle 15 Minuten kam eine neue Gruppe und insgesamt waren sicher mehrere Hundert Touristen gleichzeitig am Essen. Naja, danach stand der Zoo auf dem Programm, ein kleiner Bereich mit australischen Tieren, einem grossen Känguru, dass sich streicheln liess, 2 oder 3 Koala Bären, zwei Wombats, ein paar Baumkängurus und einem riesigen Salzwasser Krokodil





Das Krokodil war ein Problem Krokodil, weil es den Menschen zu nah gekommen ist. Der Zoo ist dann die beste Option. Die andere kann man sich ja denken. Dann waren wir zum Dreamwalk eingeteilt. Ein Aborigine erklärte uns zuerst wie man einen Bumerang wirft. Danach durfte jeder mal probieren. Das war ganz lustig und uns gelangen wirklich gute Würfe. Nicht dass er zurückgekommen wäre, aber er flog ganz ordentlich.
Danach ging es zum Didgeridoo. Unser Aborigine konnte das sehr gut spielen und gab uns eine wirklich beeindruckende Vorstellung von den verschiedenen Varianten und Tönen.


Der letzte Teil war das Speerwerfen. Da kam noch ein zweiter Aborigine dazu, der das nicht ganz so ernst meinte. Sie warfen dann den Speer einmal direkt aus der Hand und einmal mit einer Art Wurfholz. das sah aus wie ein ca. 60cm langer Stock mit einem Haken am Ende, der in das untere Loch des Bambus Speers gesteckt wurde. Damit flog der Speer dann doppelt so weit.

Dann gab es noch eine Tanzshow, bei der, der Aborigine den wir schon kannten Didgeridoo spielte. Die Tanzeinlage war glaub nicht ganz ernst zu nehmen und selbst die Tänzer machten immer Witze. das war ein bisschen Touri Show.

Dann zu guter letzt konnten wir noch unsere Army Duck Tour machen. Dabei fährt man eine halbe Stunde mit einem Amphibien Fahrzeug durch den Regenwald, und auch durch einen See. Unser Fahrer erklärte die einzelnen Bäume und Pflanzen. Es sah zwar alles nach Regenwald aus, aber einer durch den jeden Tag sicher 30 mal 80 Jahre alte Amphibienfahrzeuge tuckern. Auch hier wieder Massenabfertigung. Interessant war es trotzdem und wir haben ja noch einen echte Regenwald Tour in den nächsten Tagen.



Dann war das Programm abgespult und wir fuhren mit dem Bus nach Cairns zurück. So würden wir das sicher nicht nochmal buchen, sondern wahrschinlich individuell planen, ohne die Rainforest Station. Leider war das hier nicht möglich, weil die Seilbahn nicht fuhr.
Beim Warten auf den Bus entdeckte Corin noch ein paar Schildkröten im Teich der Anlage.
Nachdem wir zurück in Cairns waren, nahmen wir noch die Strecke nach Port Douglas in Angriff. Das dauerte etwas länger als eine Stunde. Es ist eine sehr schöne, aber auch kurvenreiche Strecke.






Nachdem wir unser schönes Hotel im Beach Style bezogen hatten, ging es noch auf einen Spaziergang durch den Ort. Port Douglas ist ein Urlaubsort, in dem im Moment Hochsaison ist. Uns ist aufgefallen, dass sehr viele Rentnerpaare hier Urlaub machen und der Kälte im Süden entfliehen. Aber Asiaten hingegen sieht man hier gar nicht mehr.

Hallo, liebe Urlauber
Jetzt waren wir ehrlich schon etwas gespannt, wie es weitergeht. Hatten allerdings gedacht, ihr macht eine Bootsfahrt zum Barriereriff, denn das war für uns ein Höhepunkt der Reise. Die Fahrt mit der Bahn nach Kuranda war auch sehr imposant für euch. Schade, dass die Seilbahn nicht fuhr, denn so viel der Massentourismus nicht so auf. Noch weiterhin viel Spaß auf der abwechslungsreichen Reise.
Es grüßen Gitti und Steffen
Ja das Schnorcheln am Great Barrier Reef haben wir natürlich auch nichts ausgelassen, dafür sind wir jedoch nach Port Douglas gefahren. Der Bericht ist jetzt auch Online:)
Liebe Grüsse