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Schnorcheln am Great Barrier Reef
14. August 2026
Heute ging es also zum berühmten Great Barrier Reef. Darauf hatten wir uns sehr gefreut, hatten allerdings auch ein paar Bedenken. Immerhin hatten wir noch nie geschnorchelt, gibt es dort wirklich keine Haie und Quallen? Wie ist das mit der lang Bootsfahrt zum Riff usw.

Wir wurden jedenfalls wieder pünktlich an unserer Unterkunft abgeholt und waren nach einer kurzen Fahrt an der Marina von Port Douglas. Da wir noch etwas früh dran waren, hatten wir noch etwas Zeit uns im Souvenirshop von Sailaway umzuschauen. Wir hatten die “Outer Reef – Mackay Cay” Tour gebucht und nur gutes über die Firma gelesen.


Wir wurden dann sehr freundlich von der Crew begrüsst. Sie bestand aus 2 jungen Frauen und zwei Männern, wobei die Frauen hauptsächlich die Gästebetreuung übernahmen. Einer der Männer war offensichtlich der Kapitän, der das Schiff auch die ganze Zeit steuerte, während der andere mehr im Hintergrund war. Als alle an Board waren legten wir pünktlich um 8 Uhr ab und fuhren langsam mit schon leichtem Schaukeln aus dem Hafe. In weiser Voraussicht hatten wir uns vorher australische Tabletten gegen “Seasickness” gekauft. Ich hatte trotzdem meine Bedenken.



Als erstes bekamen wir noch eine Sicherheitseinweisung der Crew und als wir dann aus dem Hafen raus kamen, wurde es auch ziemlich schnell ungemütlich. Es herrschte doch ordentlicher Seegang und wir fuhren mit ziemlichem Tempo, so dass man kaum noch laufen konnte an Deck und sich immer mit einer Hand irgendwo festhalten musste. Im Video kann man das vielleicht ein bisschen nachvollziehen. Allerdings stellte sich heraus das unser Tabletten wirkten. Sie heissen Kwells und sind wirklich gut. Wir spürten beide gar nichts und konnten uns entspannen. Es gab ein bisschen Obst, Muffins und Instant Kaffee zum Frühstück. Nach ca. einer Stunde gab es dann noch Informationen zum Riff und was wir alles vielleicht sehen können. Alles sehr interessant und mit viel Fachwissen erzählt. Ich nehme an, dass die beiden Frauen Meeresbiologinnen waren. Sie konnten alle Fragen beantworten und erzählten viel wissenswertes über das Riff. Dann kamen wir nach zwei Stunden Fahrt an unserem Schnorchelplatz an und es konnte ins Wasser gehen. Angesichts von 25 Grad Wassertemperatur verzichtete ich auf den Neoprenanzug, war damit allerdings neben einem weiteren Schnorchler der Einzige. Sicherheitshalber liess ich mir dann doch noch einen geben, falls es mir auf Dauer zu kalt wurde.

Am Anfang war es gar nicht so leicht mit dem Schnorchel zu atmen und ruhig zu bleiben. es waren noch ordentlich Wellen da und irgendwie spülten die mir immer wieder Wasser in den Schnorchel, das ich dann wieder rauspusten musste, also dass was ich nicht schon geschluckt hatte. Bei Corin klappte es aber auf Anhieb sehr gut und auch ich kam schnell besser klar. Dann konnten wir uns der faszinierenden Unterwasserwelt widmen. Es schwammen überall Fische zwischen den Korallen. Es gab grosse und kleine, mehrfarbige und ausserdem auch Seesterne und grosse Muscheln.
Nach einer Stunde schnorcheln ging es erstmal wieder an Board und es gab Mittagessen mit Kartoffelsalat, Hühnchen und Roastbeef sowie Crevetten. Klingt etwas besser als es war, denn es war alles kalt, aber wahrscheinlich liegt kochen auf so einem Boot nicht drin. Es war eher alles auf das Erlebnis ausgerichtet. Dann ging es mit dem Glasbodenboot noch zu der kleinen Sandinsel in der Nähe. Es war sehr schön, mitten im Ozean auf so einer kleinen Insel aus Korallensand zu stehen und die Korallenstücke die dort lagen anzuschauen und ein paar Fotos zu machen.






Nach einer viertel Stunde hiess es wieder alle zurück aufs Boot, denn es stand ja noch eine zweite Schnorchelrunde an. Unser Katamaran hatte sich inzwischen um ein paar hundert Meter verschoben und kaum waren wir wieder an Bord, ging es wieder ins Wasser. Auch hier gab es wieder vieles zu sehen und zu entdecken, Nach einer ganz Weile fand ich einen Clownfisch und bin bis zu ihm runtergetaucht. Sehr schön zu sehen, wie er immer wieder in seine Seeanemone zurück schwamm, die ihm Schutz gibt.

Da jetzt die Ebbe eingesetzt hatte, war das Wasser viel flacher und man war näher an den Korallen und den Fischen dran. Beim ersten Schnorchelgang waren es noch fünf bis sechs Meter Wassertiefe, während es jetzt nur noch zwei bis drei Meter waren, wobei einzelne Koralle sehr weit hoch kamen und man etwas aufpassen musste beim drüber schwimmen, dass man nicht dagegen kam. Nach einer Stunde war dann auch dieser Schnorchelgang vorbei und wir stiegen erschöpft, aber sehr zufrieden aus dem Wasser. Insgesamt hatten wir uns das Riff zwar etwas bunter und irgendwie gigantischer vorgestellt, aber wir waren trotzdem froh und sehr zufrieden, dass mal gesehen zu haben.


Die Rückfahrt war dann noch wilder als die Hinfahrt. Nachdem wir das Riff verlassen hatten war es nur noch in einem kleinen Bereich möglich hinten zu sitzen. Vorne peitschte das Wasser mit jeder Welle über das Deck und es ging hoch und runter. Mehrmals knallte es auch laut wenn das Boot auf das Wasser aufschlug und es flogen Becher von den Tischen. Das war keine Spazierfahrt. Ich erkundigte mich dann auch ob das jetzt für sie auch wild war, aber der Mann von der Crew meinte nur, das sei “pretty average”. Ok, wir hatten es gut überstanden dank “Kwells” Seasick Tabletten.

Der Shuttle Bus brachte uns dann zurück zum Hotel, von wo aus wir nochmal zum Supermarkt gingen. Auf dem Weg konnten wir wieder das Schauspiel der Vögel nach Sonnenuntergang bewundern. Mit lautem Geschrei fliegen plötzlich Schwärme von Flughunden, Kakadus und anderen bunten Vögeln über uns hinweg. Das zu Filmen oder Fotografieren ist schwierig, geniessen konnten wir es aber umso mehr.





Bei einem gemütlichen und feinem Abendessen im Watergate Restaurant liessen wir den Abend ausklingen.

















Es ist schön morgens, nach dem Aufwachen einen neuen Bericht von euch zu lesen. Da seid ihr ja ganz schön in den asiatischen Massentourismus hineingeraten. Wir haben auch schon öfter ihre Art die Welt anzuschauen bestaunt. Manchmal war es lustig, wenn es ihnen gar nicht darum ging Sehenswertes anzusehen, sondern nur ein Foto zu machen, auf dem sie und die Sehenswürdigkeit drauf sind. Sie stehen dann mit dem Rücken zu den schönsten Orten und bekommen die Schönheit gar nicht mit. Manchmal standen sie auch in einer Reihe an, um zu fotografieren.
Der Ausflug zum Great Barrier Reef war sicher ein Höhepunkt eurer Reise. Schön, daß die Tabletten so gut gewirkt haben. Ich habe da ganz andere Erinnerungen.
Ja, aber dass war wohl das letzte mal. Die anderen Touren haben wir alle in Kleingruppen gebucht. Also die Kwells haben wirklich gewirkt, davon nehme ich mir noch einen Vorrat mit. Heute haben wir sehr schlechtes Internet, da gibt es wohl keinen Bericht, erst morgen dann wieder. Lieber Gruss
Hallo ihr Australier, eure so schönen Beschreibungen der Reisehighlights schlagen sich umgehend emotional nieder. Wir haben gleich unseren Diafilm angeschaut und dann ein zweites Mal eure Bilder. Ob Uluru, Valley of the Winds, Kuranda (bei uns ging zum Glück die Seilbahn) oder Tauchen am Great Barrier, alles war wieder da und wir fahren quasi gemeinsam mit euch mit. Und das, obwohl es bei uns schon 21 Jahre her ist. Habt weiter so tolle Erlebnisse! Steffen und Gitti
Liebe Gitti, schön dass ihr emotional mitreist. Es ist aber auch sehr schön und eindrücklich hier und ich denke auch wir werden uns in 20 Jahren noch gerne daran erinnern.
Lieber Gruss