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Von Hervey Bay nach Brisbane
27. August 2026
Schweren Herzens mussten wir heute unsere schöne Unterkunft in Hervey Bay verlassen und das Auto wieder voll packen. Wir haben die drei Nächte hier sehr genossen und viel erlebt. Aber jetzt freuen wir uns auch auf Brisbane. Es gab zum Abschied nochmal einen spektakulären Sonnenaufgang.
Dann genossen wir noch einen Kaffee und ein Bananenbrot auf dem Steg von Hervey Bay, bevor es los ging.



Wir fuhren dann zunächst durch Marryborough, der Geburtsstadt der Autorin von Mary Poppins und danach lange über ziemlich leere Nebenstrassen. Dabei wunderte es uns, dass wir plötzlich durch riesige Abschnitte von Nadelwäldern fuhren. Der Wald unterschied sich aber von unserem, denn hier standen alle Bäume in “Reih und Glied”, der Wald war also eindeutig angelegt. Gemini wusste auch hier Rat.
Dass Sie in dieser Region plötzlich Nadelbäume sehen, liegt daran, dass Sie gerade an oder durch riesige kommerzielle Holzplantagen wie den Toolara State Forest und den Tuan State Forest fahren. Der Küstenstreifen zwischen Maryborough, Gympie und Tin Can Bay beherbergt eine der größten zusammenhängenden Nadelholz-Plantagen Australiens. Es handelt sich dabei meist nicht um heimische australische Pflanzen, sondern hauptsächlich um die aus den Südstaaten der USA eingeführte Slash Pine (Pinus elliottii) sowie deren Hybriden. Die sauren, sandigen und nährstoffarmen Böden der Wide-Bay-Küste bieten zwar schlechte Bedingungen für die reguläre Landwirtschaft, sind für diese Kiefernarten jedoch ideal. Das Holz wird vor allem für die australische Bauindustrie als Bauholz, Sperrholz oder für Möbel angebaut. Nach einer Wachstumsphase von etwa 25 bis 30 Jahren wird das Holz in Blöcken abgeholzt und das Areal anschließend wieder neu aufgeforstet.


Hier ist halt einfach Platz und man kann einfach mal eine riesige Fläche für sowas nutzen.
Irgendwann wollte Google Maps dann das ich abbiege und plötzlich ging eine normale Strasse wieder mal in eine Gravel Road über. Ich fahre diese Strassen inzwischen ganz gern und die sind hier auch immer sehr gut in Schuss. Hier ging es über 4 oder 5 Kilometer ziemlich kurvig nach unten, bis wieder eine asphaltierte Strasse kam.

Irgendwann kamen wir dann in Noosa Head an, unserem ersten Ziel für heute. Wir wollten dort den Coastal Walk gehen. Jedoch wurden wir nach der langen Zeit mit nur wenig Menschen fast erschlagen von diesem quirligen Ort. Plötzlich gab es überall Menschen und eine lange Autoschlange schob sich in Richtung Parkplatz. Noosa Head ist ein richtiger Urlaubsort mit vielen Surfern und Touristen. Auf dem Parkplatz auf den wir wollten, war es dann auch sehr voll und viele suchten einen Parkplatz, aber beim zweiten Durchfahren hatten wir dann schon Glück und fanden einen, und dann ging es auch schon los.. Die Wanderung die wir machen wollten geht über 2.7 km bis zum Hells Gate.

Immer wieder hat man wunderschöne Aussichten auf den Strand und das Meer. Das ist wirklich ein wunderschöner Walk.
Am Ende kommt man bei Hells Gate an, einem beeindruckenden Einschnitt in den Felsen, in den die Wellen immer wieder reindonnern. Man kann sich angesichts des schäumenden Wassers gut erklären, warum das Hellsgate heisst. Den Schildkröten schien das aber nichts auszumachen, denn sie schwammen mitten drin herum.

Auf dem Rückweg beobachteten wir wieder ein paar Vögel und konnten dieses mal auch ein paar schöne Fotos schiessen.

Zurück am Start nutzte ich die Gelegenheit und sprang einmal kurz in Wasser. So ein schöner Strand und so klares Wasser. Da ringsum auch noch einige andere badeten fühlte ich mich sicher,


Nach diesem schönen Walk fuhren wir durch Noosa Head zurück in Richtung Bruce Highway. Man sieht sofort, dass hier Menschen mit etwas mehr Kleingeld leben. Viele Häuser liegen an einem künstlichen Strand und haben einen eigenen Bootsanleger.


Eigentlich wollten wir dann noch einen schönen Küstenweg in Mooloolaba gehen, den Alexandra Headland Bluff, aber der war leider wegen Renovierung komplett geschlossen. Der Weg ist als eine Art Boardwalk über dem Ozean auf einer Art Klippe angelegt, aber der Winter wird hier für solche Arbeiten genutzt. Ein bisschen ärgerlich war, dass wir auf einem Schild sahen, dass die Bauarbeiten schon im Juli hätten beendet sein sollen. Wenigsten das Denkmal für die HMS Brisbane konnten wir uns anschauen. Dieses Schiff wurde als Tauchsport direkt vor der Küste versenkt.
Jetzt ging es aber weiter in Richtung Brisbane. Aber was ist denn aus unserem gemütlichen einspurigen Bruce Highway geworden? Plötzlich fuhren wir auf einer zwei bis dreispurigen Autobahn, die auch ziemlich voll war.

Mit ziemlich dichten Feierabendverkehr schoben wir uns dann nach Brisbane rein. Erst fährt man noch lange durch Vororte, bevor dann die beeindruckende Skyline auftaucht. Unser Ziel war der Roma Street Park, ein sehr schöner Park mitten in der Stadt. Man braucht nicht mehr als eine halbe Stunde um ihn zu besichtigen und entdeckt viele verschiedene Pflanzen und sehr schön angelegte Wege. Am Ende warteten noch ein paar Australische Wasseragamen auf uns. Ziemlich beeindruckende Echsen, die da auf dem Weg sassen. Die sind aber harmlos und fühlen sich scheinbar auch sehr wohl im Park.







Unser Appartement Hotel war gleich in der Nähe und befand sich im höchsten Gebäude der Stadr. Es war der Tower den man oben auf dem Skyline Foto sieht. Unser Appartement befand sich im 18. Stock und bot eine tolle Aussicht.


Viel Zeit diese zu geniessen hatten wir aber nicht, denn heute stand noch ein Highlight auf dem Programm. Wir gingen zum Spiel der Brisbane Broncos gegen die Melbourne Storm. Ein Spiel in der in Australien beliebtesten Sportart dem Rugby. Allerdings spielen diese Teams in der NRL, der National Rugby League, die eigene Regeln hat, die das Spiel wohl deutlich schneller machen sollen. Das Hotel war so gewählt, dass wir gemütlich zum Stadion laufen konnten. Um den Weg mussten wir uns keine Gedanken machen, wir folgten einfach den Tausenden Fans die zum Stadion zogen. Eine Atmosphäre, die fast an einen Bundesliga Spieltag erinnern könnten. Bald kamen wir am Suncorp Stadion an, einem sehr modernen Stadion, dass 52’000 Zuschauern Platz bietet.


Es war sehr faszinierend, den Ablauf eines solchen Spieles zu beobachten. Die Regeln hatte ich mir vorher mit Youtube beigebracht und so konnte ich dem Spielverlauf einigermassen folgen. Am Anfang war es noch etwas lahm, aber mit der Zeit nahm das Spiel Fahrt auf. Leider war die Stimmung im Stadion sehr enttäuschend. Es gibt praktisch keine Unterstützung, von organisiertem Support ganz zu schweigen.
Ich wusste, dass die Broncos keine gute Saison hatten und nach dem Meistertitel im letzten Jahr dieses Jahr nicht mal die Playoffs schaffen würden. Melbourne führte auch schnell und selbst als Laie sah man, dass Melbourne etwas variabler und besser spielte.
Es geht grundsätzlich ähnlich wie beim Football darum das Ei in die Endzone zu bringen. Dabei darf man ihn beliebig oft nach hinten passen zu einem Mitspieler. Die gegnerischer Mannschaft versucht das zu verhindern in dem sie den Spieler mit dem Ball stoppt und möglichst zu Boden bringt. Nach 6 Stopps wechselt der Ballbesitz.



Wenn es ausgeglichener gewesen wäre, hätte es vielleicht etwas mehr Stimmung gegeben, aber so war das ziemlich lau und nicht im Ansatz mit einem Fussballspiel in Deutschland zu vergleichen. Ich finde den Sport nach wie vor interessant, gepackt hat er mich aber nicht. Nach gut anderthalb Stunden war das Ganze vorbei und wir liefen wieder in unser Hotel zurück. Wieder ein sehr langer Tag, an dem wir viel erlebt haben.











Brisbane ist eine tolle Stadt, die man nicht nur einmal besuchen möchte. Es gibt viele Australische Historische Romane über diese Stadt, die einen Besuch noch spannender machen. Die Fahrt auf dem Fluss, den ihr auch vom Hotel aus sehen konntet, war ein besonders Erlebnis. Brisbane gehört neben Zürich, Wien und Vancouver zu den Städten weltweit mit der höchsten Lebensqualität.
Die Photos vom Kokabura sind immer wieder beeindruckend.
Ja Brisbane kommt locker an Vancouver ran. Das mit der Flussfahrt müssen wir auf nächstes mal verschieben, da ausgerechnet als wir dort waren die Fähren gestreikt haben. Aber sicher eine der schönsten und angenehmsten Städte. Lieber Gruss