Portsmouth

1.Mai 2023

Wir waren nicht sehr traurig, das wir weiter mussten, da uns Brighton wie gesagt nicht so sehr beeindruckt hat. Das Frühstück im Hotel war gut, ein normales Buffet wie in Hotelketten üblich, aber natürlich nicht vergleichbar mit den beiden davor. So machten wir uns dann auf zu unserem Zwischenziel Portsmouth. Bevor es danach nach Lyndhurst, das liegt im New Forrest National Park, geht. Portsmouth ist bis heute eine wichtige Hafenstadt und ein Marine Stützpunkt. Unser Ziel war der Historic Dockyard und es erwies sich mal wieder als Vorteil, das wir alles vorher geplant hatten. So mussten wir nur den Parkplatz im Google Maps eingeben und unser Navi hat uns direkt zum Parkhaus gelotst. Im Historic Dockyard gibt es verschiedene Ausstellungen und Museen. Man kann sich verschiedene Tickets kaufen. Da in England Eintritte generell eher teuer sind, lohnt es sich vorher zu informieren. Wir haben uns für ein Kombiticket entschieden, mit dem wir drei Museen/Ausstellungen besuchen konnten. Was wir sehen wollten war aber uns überlassen.

Flugzeugträger im Hafen in Portsmouth

Als erstes fiel uns mal der riesige Flugzeugträger auf, der dort im Marine Hafen lag. Leider konnte man den nicht besichtigen. Also besuchten wir zuerst das Mary Rose Museum.

Nachdem die Mary Rose 400 Jahre am Meeresgrund lag, wurde sie 1982 gehoben. Sie war natürlich nach dieser langen Zeit nicht mehr an einem Stück, sondern nur das was von Sediment bedeckt war ist erhalten geblieben. Die Bergung war dann auch eine riesige Aktion, die in einem 4D Kino nachgestellt wird. Sehr interessant und anschaulich. Die Überreste wurden in einer Halle aufgestellt und man kann auf verschiedenen Ebenen auf das Wrack schauen. Ringsum sind viele geborgene Gegenstände ausgestellt, die gut das Leben an Bord veranschaulichen. Von medizinischen Gerätschaften über Küchenutensilien bis hin zu Schädeln ist alles dabei. Es ist sehr beeindruckend wie gut das ganze noch rekonstruiert werden konnte. Auf der obersten Etage geht man durch eine Schleuse (zwei Schiebetüren, die eine öffnet sich erst wenn die andere zu ist) und kann dann ohne Scheibe dazwischen einen Blick auf der Mary Rose werfen. Man merkt sofort die hohe Luftfeuchtigkeit, die nötig ist, um das Holz zu erhalten. Die Ausstellung war sehr interessant.

Die Mary Rose

Nach der Mary Rose hatten wir erstmal mächtig Hunger und verköstigten uns im Self-Service Restaurant. Kulinarisch bis auf die Scones leider etwas dürftig, aber immerhin waren wir danach satt. Unseren zweiten Eintritt verwendeten wir dann für die HMS Victory.

Als Besucher kann man auf der HMS Victory vom Oberdeck aus durch die einzelnen Unterdecks und Offizierskajüten gehen. Auf dem Oberdeck ist die Stelle an der Lord Nelson tödlich von einer Kugel getroffen wurde durch eine goldene Plakette gekennzeichnet.

Mittels Audioguide wurden alle Orte genau erklärt. Man konnte die Kajüten von Lord Nelson und vom Kapitän besichtigen und es wurde auch genau erklärt, was vor einer Seeschlacht passierte. Was wurde alles umgebaut, wann gab es was zu Essen und ab wann durfte niemand mehr seinen Posten verlassen? Die Schlacht von Trafalgar stand dabei im Mittelpunkt und es wurde alles bis in alle Einzelheiten sehr gut erklärt. Auch was mit Lord Nelson geschah nachdem er getroffen wurde und wo im Schiff er dann mehrere Stunden später starb. Auch die Ausstellung war wirklich sehr interessant und können wir auch sehr empfehlen.

Spannender Audioguide
Man erfuhr viel über den Ablauf von Seeschlachten
Die Koje des Kapitäns
Der Bug der HMS Victory, der Rest war leider eingerüstet.

Nach der HMS Victory hatten wir dann aber auch genug gesehen. Es war auch schon etwas später und wir hatten noch Tickets für den Spinnaker Tower, einen Aussichtsturm am Hafen. Gerne hätte ich noch das U-Boot angeschaut, aber dafür hätte man noch mit der Fähre fahren müssen und das wäre zeitlich nicht mehr drin gelegen. Also liessen wir das dritte Ticket sausen, preislich hatte es sich auch so gelohnt und die beiden wichtigsten Ausstellungen hatten wir gesehen.

Unser Weg zum Spinnaker Tower führte uns durch die neugestaltete Gegend. Die ganze Gegend ist ein schönes Beispiel für eine komplette umfassende Neugestaltung eines Gebiets. Schöne Wohnhäuser, Läden, Restaurants und mitten drin als Touristenmagnet der Spinnaker Tower. Der heisst so, weil er wie ein Spinnaker (Segel) an einem Schiff aussieht. Die Aussichtsplattformen liegen in 100m Höhe und auch Corin konnte sich trotz Höhenangst überwinden und kam mit hoch.

Spinnaker Tower
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Die Aussicht auf den Hafen und in Richtung Ärmelkanal und die Isle of Wight war grandios. Wir bekamen auch noch einen Tisch, da es gar nicht so voll war und konnten gemütlich Kaffee trinken mit Aussicht.

Von Portsmouth aus ging es jetzt noch weiter nach Lyndhurst, wo wir im The Stag Hotel gebucht hatten. Ein sehr altes aber gut renoviertes Hotel. Die kurze Fahrt dorthin verlief problemlos und wir fanden schnell den Hotel Parkplatz. Unsere Zimmer waren, wie sollte es auch anders sein, direkt unter dem Dach, so hiess es wieder Koffer schleppen. Die Mühe hatte sich aber gelohnt, die Zimmer waren sehr schön. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, ging es noch zum Essen in das Pub The Mailmans Arms, was direkt neben dem Hotel steht. Bei einem guten Pub-Essen und ein, zwei Bier konnten wir diesen schönen Tag gemütlich ausklingen lassen.

The Stag Hotel mit dem Mailmans Arms Pub direkt daneben